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Flirten und chatten in Dating Apps – gibt es Fallen dabei?
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Flirten und chatten in Dating Apps – gibt es Fallen dabei?

Heutzutage ist so ziemlich jeder mit Smartphone, Tablet, etc. vernetzt, dauernd online, rund um die Uhr erreichbar. Unsere elektronischen Dauerbegleiter helfen uns nicht nur bei alltäglichen Aufgaben wie Shopping, dem Nachrichtenlesen und der beruflichen sowie privaten Kommunikation, sondern auch bei intimen Angelegenheiten wie dem Kennenlernen potentieller (Sex-)Partner im Internet.

Es gibt bereits zahlreiche Dating Apps und Plattformen, die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Jemand aus Deutschland kann problemlos Singles bzw. Menschen auf der Suche nach einem Seitensprung aus anderen Ländern wie Italien oder den USA kennenlernen . Doch wie genau ist das jetzt mit dem Dating Chat, dem Flirten und den sich daraus ergebenden Folgen? Kann es dabei Tücken und sogar bösartige Fallen geben? 

Dieser Artikel klärt auf, was man beim Online Dating über Apps und Plattformen im Internet beachten sollte um, nun ja, nicht auf die Nase zu fallen und die Anmeldung auf der Webseite im Nachhinein nicht zu bereuen. Dies ist ein Ratgeber für Jung und Alt, für Menschen auf der Suche nach homo- und heterosexuellen Kontakten, und auch ganz gleichgültig ob man einen gleichaltrigen Partner finden und verführen möchte oder eine junge Göre/einen Toy Boy, bzw. einen Sugar Daddy oder eine Sugar Mom .

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Erstes Gebot – Vorsicht!

Es mag nicht unbedingt das sein, was man gerne hört, aber das Internet ist leider mehr als voll von unehrlichen und bösartigen Personen – Dating Plattformen und Apps sind da leider keine Ausnahme. Natürlich sollte man nicht gleich bei jedem potentiellen Date, mit dem man online anfängt zu chatten, wirklich davon ausgehen, dass es sich um Betrüger handelt, die einem an den Kragen wollen, aber wie heißt es so schön – Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Klar, man möchte sich bei einem vielleicht sogar sehr heißen Dating Chat eher frei fühlen um die Chancen eines erfolgreichen Flirts zu erhöhen, aber vor allem sollte man immer auf dem Boden bleiben und dem Gegenüber nicht absolut jeden Wunsch erfüllen. Vor allem solche sollte man sehr gut überdenken, die in Konflikt mit dem gesunden Menschenverstand und den allgemein anerkannten guten Sitten sind.

Eines sollte man auf jeden Fall und immer im Hinterkopf behalten – die Person, mit der man sich in der Dating App gerade austauscht, kennt man noch nicht, hat man bisher nie gesehen und womöglich wird man sie auch nie sehen. Das ist der Grund, wieso man von einigen Bitten des Gegenübers dringend die Finger lassen sollte. Mehr dazu im unteren Abschnitt.

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Die Maschen der Betrüger auf Dating-Seiten

Bestimmt hat man es öfters irgendwo gehört oder gelesen – schon wieder ist jemand auf eine Dating-Masche hereingefallen und ist einige hunderte wenn nicht tausende Euro leichter geworden. Die Maschen sind genauso zahlreich und kreativ wie die Anzahl der Trickbetrüger, die sich in Dating Apps oder auf Date-Plattformen tummeln.

Die wahrscheinlich älteste, bekannteste und mittlerweile einfallsloseste Masche in der Dating-Branche ist die Bitte um eine Geldüberweisung. Es betrifft sehr oft Herren auf der Suche nach einer schönen Partnerin, nicht selten in ärmeren Ländern leben soll – nach einiger Zeit im Dating Chat merkt die Person auf der anderen Seite des Chats, dass das Opfer sich bereits emotional gebunden hat. Danach beginnt die Legende eines schwer kranken Angehörigen (meistens ist es die Mutter), der angeblich medizinische Versorgung im Krankenhaus, teure Medikamente oder eine dringende Operation benötigt, wofür hohe Geldsummen benötigt werden, die die Person angeblich gar nicht besitzt. Nicht selten bietet das Opfer daraufhin freiwillig an, Gelder zu senden um den vermeintlich schwer kranken Angehörigen der neuen Flamme zu retten und sich somit direkt einen Anspruch auf mehr zu „erkaufen“.

Was aber in den allermeisten dieser Fälle Tatsache ist, und was viele Opfer natürlich nicht wissen bzw. nicht wahrhaben wollen – es gibt keinen schwer kranken Angehörigen. Gelder werden natürlich dringend und in hohen Volumina gebraucht – aber nicht für medizinische Notfälle, sondern für die privaten Bedürfnisse des Gegenübers, z.B. Shopping, Tanken, Reisen, ein neues Smartphone, etc. Meistens hört das Opfer nach der Zahlung nie wieder von der neuen Flamme – außer natürlich diese meldet sich mit der Bitte, noch mehr zu überweisen, weil die vorherige Zahlung nicht gereicht hat oder plötzlich weitere vermeintliche Rechnungen aufgetaucht sind.

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Verlockende Falle

Die andere Masche ist genauso klassisch und beabsichtigt das Gleiche, ist aber viel attraktiver für die naive Person aus Europa, Nordamerika oder Australien verpackt. Das Gegenüber aus der Dating App beichtet sehr schnell Gefühle und Zuneigung, was das Opfer erstmal verzaubert. Die Person im Dating Chat meint dann, sie könne es kaum erwarten, die neue Bekanntschaft so schnell wie möglich persönlich zu treffen und kennenzulernen, aber da wäre ein kleines Aber – es fehlt das Geld für ein Flugticket und ggf. für ein Visum ins Land des Opfers. Viel mehr als das muss nicht mehr gesagt werden – schon hat das Opfer vor Augen, wie es seine neue Flamme am Flughafen abholt und man eine heiße Nacht zusammen verbringt, schon kramt das Opfer die Geldscheine heraus.

Selbstverständlich vermeidet die Person auf der anderen Seite mit dem echten Namen irgendwo aufzufallen, deswegen bitten die Hochstapler darum, das Geld über unverbindliche und relativ anonyme Bargeldsendeservices zu senden, z.B. Western Union oder Moneygram. Das passiert nie auf den eigenen Namen, sondern auf den Namen eines vermeintlichen Bekannten, unter Vorwänden wie z.B. „der eigene Pass ist gerade abgelaufen“ oder „man ist gerade nicht in der Stadt“. In Wirklichkeit ist der Bekannte ein Strohmann, und hinter der attraktiven Person auf der anderen Seite der Dating App könnte sich womöglich ein Mann verbergen, der das Ganze nur für persönlichen Profit durchzieht.

Diese Maschen waren Anfang der 2000er Jahre sehr weit verbreitet, im Fokus waren dabei Dating-Profile von vermeintlichen Frauen aus Russland und der Ukraine, die zahlreiche Männer aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Westeuropa und Australien/Neuseeland um ihre Ersparnisse brachten. Der Boom dieser Masche ist dank einer besseren Informationseffizienz mittels Internet längst vorbei, aber es gibt immer mal wieder Versuche, naive Menschen mit dieser und ähnlichen Maschen hinters Licht zu führen und finanziell zu erleichtern. Informiertheit und gesunder Menschenverstand ist der beste Schutz gegen solches dreiste Abzocken.

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Sexting und Bilder

Nicht jede Masche beim Dating Chat ist auf direkte Zahlungsanfragen zugeschnitten. Die eine oder andere Dating App und Webseite bietet die Funktion an, Bilder zu verschicken (vor allem geht es hier um intime Bilder, die beim sogenannten Sexting Gang und Gäbe sind). Beim Flirten kann es manchmal ganz schön knistern, das ist nachvollziehbar – den Kopf komplett verlieren sollte man aber lieber nicht. Ein Nacktfoto von sich selbst ist zwar schnell verschickt, kann aber unter Umständen weitreichende Konsequenzen haben. Schlimmstenfalls könnte die Person auf der anderen Seite der Leitung diese Bilder gegen einen selbst verwenden und den Absender z.B. um Geld erpressen – mit der Drohung, die Bilder bei Nichtzahlung im Internet zu veröffentlichen. Sollte sich so eine Drohung als ernstgemeint herausstellen, hat das meistens sehr zerstörerische Folgen für den Betroffenen, sowohl beruflich, als auch privat (vor allem wenn die Person, die sich auf einer Dating Webseite angemeldet hat, eigentlich bereits in einer Partnerschaft ist oder sogar eine Familie mit Kindern hat).

Die Erpresser zu verfolgen ist in der Praxis meist sehr schwierig, da digitale Spuren von organisierten Betrügern sehr gut verwischt werden und die Identifikation des Täter-PCs sich als schwierig bis unmöglich herausstellt. Vor allem, wenn ausländische VPN-Services verwendet werden bzw. wenn der Täter und seine zahlungsempfangenden Strohmänner auch physisch im Ausland sitzen, ist die Strafverfolgung kaum umzusetzen. Selbst wenn so ein Täter im Nachhinein gefangen werden kann, macht es den angerichteten sozialen Schaden beim Opfer nicht mal annähernd wieder wett.

Die beste Empfehlung hierbei ist genauso einfach wie effektiv – keine Nacktbilder von sich selbst an kaum bekannte Personen von der Dating Plattform abschicken! Oder halt solche, wo die eigene Identität nicht zweifelsfrei bestimmt werden kann, z.B. Bilder wo das eigene Gesicht nicht drauf ist.

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Fallen nichtkommerzieller Art

Lange nicht alle Fallen, die auf einen auf Dating Portalen warten, haben die Absicht das Gegenüber finanziell auszunehmen. Die wahrscheinlich klassischste – wenn auch harmloseste – Falle, die einen im Dating Chat erwarten könnte, ist das Benutzen falscher oder stark bearbeiteter Fotos im eigenen Profil.

Da denkt man, man geht gleich zu einem Date mit einem süßen Girl mit der Figur und Ausstrahlung eines Instagram-Models, aber trifft in Wirklichkeit - schlimmstenfalls - ein übergewichtiges Fräulein mit dem Charme einer Hartz-IV-Empfängerin. Dies ist ein absoluter Super-GAU beim Dating, aber so eine Dreistigkeit kann man wirklich nur durch Aufstehen und Gehen lösen!

Machen wir uns nichts vor – es gibt genug Herren bei Partnerbörsen und Dating-Websites aller Art, die auch gerne mal mit den eigenen Fotos und persönlichen Angaben schummeln, in der Hoffnung ein Date zu bekommen und äußere Defizite durch innere Werte wieder wett zu machen.

Aber das ist weniger eine wirkliche Falle sondern eher Jammern auf hohem Niveau!

Das Fazit dieses Ratgebers könnte man kurz und knackig zusammenfassen – tun Sie bei Online Dating nichts für das Gegenüber, was Sie auch für eine flüchtig bekannte Person nicht tun würden, und sie sollten dann auf der. Oder würden Sie Ihrem Date, welches Sie erst einige Stunden kennen, direkt 1000 € anvertrauen? :)

July 24 2019